Referenzen

Thissen Petra
Huforthopädin
"Kompetente Beratung, gutes Preis-Leistungsverhältnis."
 

Bachelorarbeit von Frau Kuenen

Bild: Bachelorarbeit Frau Christina KuenenSowohl Versicherungsgesellschaften, als auch wir als Versicherungsmakler machen uns umfassend Gedanken zum Thema Risikominimierung unserer Kunden und über die objektive Einschätzung von Risiken. Dies ist vorallem nötig um eine Versicherungsprämie zu ermitteln die dem tatsächlichen Risiko gerecht wird.

Insbesondere bei Hufpflegern ist dies wegen der verschiedenen Ausbildungsstandards, fehlender Zulassungsvoraussetzungen und der fehlenden allgemeingültigen Gesetzgebung sehr schwierig.

Mit dieser Problematik hat sich Frau Christina Kuenen während Ihres Studiums „Equine, leisure and sports“ und im Zusammenhang mit Ihrer Bachelorarbeit an der Hogeschool Van Hall Larenstein, Teil der Universität Wageningen, auseinander gesetzt.

Wir bedanken uns bei Frau Christina Kuenen dafür, dass wir die deutsche Zusammenfassung, den erschienenen Artikel und die komplette Bachelorarbeit auf unserer Seite veröffentlichen dürfen und damit interessierten Hufpflegern und Versicherungsunternehmen ein detailiertes Bild zur aktuellen Situation geben können. Frau Christina Kuenen hat uns damit auch sehr bei der Weiterentwickung der Betriebshaftpflichtversicherung für Hufpfleger geholfen. Vielen Dank nochmals!

 

Deutsche Zusammenfassung

Empfehlung zur Entwicklung von Qualitätsstandards für alternative Hufbearbeiter in Deutschland 

 
Christina Kuenen, Wageningen University, Juni 2011 
 

Das Angebot auf dem deutschen Markt bezüglich Hufbearbeitung ist sehr vielfältig. Hufbeschlagschmiede, Huforthopäden, Huftechniker und verschiedene Barhufbearbeiter bieten ihren Service rund um den Huf an. Dahingegen sind die gesetzlichen Regelungen, neben den allgemeingültigen Gesetzen, lediglich auf den Beruf des Hufbeschlagschmiedes begrenzt.


Dieses unübersichtliche Angebot führt zu einer Verunsicherung der Kunden. Die Qualitäten der einzelnen Bearbeiter oder Bearbeitergruppierungen sind weder gesetzlich geregelt, noch gibt es eine hohe Transparenz für Kundschaft oder Kollegen über Ausbildung, theoretisches Wissen oder praktische Fertigkeiten. Zudem hat die Hufbearbeitung einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden der Pferde. Durch unsachgemäße Hufbearbeitung kann ein Pferd schwerwiegenden Schaden erleiden.


Mit diesen Problemen beschäftigt sich die vorliegende Bachelorarbeit, welche dem Verein
„Keep it natural e.V." einen Überblick über die aktuelle Situation, sowie Empfehlungen bezüglich zukünftiger Aktivitäten geben soll, um Schwierigkeiten zu überwinden und die Qualität zu verbessern.

Die Fragestellung wurde aus drei Richtungen beleuchtet. Mit Hilfe der Literatur wurde die aktuelle Situation im Bereich der Hufbearbeitung untersucht. Interviews mit Pferdeexperten und eine Umfrage unter Hufbearbeitern erforschte deren Meinung über Bedarf und Potential von Verbesserungen. Die Testgruppen bestanden jeweils aus traditionellen und alternativen Teilnehmern. Somit war ein Vergleich der Antworten möglich.


Die Untersuchungsergebnisse über die Ausbildungssysteme und Qualitätsstandards variieren stark, sowohl zwischen traditioneller und alternativer Hufbearbeitung, als auch innerhalb des alternativen Sektors. Die gesetzliche Lage ist unbefriedigend, obwohl sie mit derer anderer Länder und Expertisebereichen zu vergleichen ist. Signifikante Unterschiede wurden vor allem in der Bewertung der Zufriedenheit festgestellt. Zudem weichen die Meinungen über die Zusammenfassung der verschiedenen Ausbildungen in der
Hufbearbeitung stark voneinander ab. In einigen Bereichen unterscheidet sich die Einstellung der Traditionellen nicht so stark von der, der Alternativen, wie zuvor angenommen. Die Unterschiede, die analysiert wurden, traten meist in den selben Bereichen innerhalb beider Untersuchungen auf.


Der Bedarf an Verbesserungen in der Hufbearbeitung wurde bei den Teilnehmern beider Studien deutlich herausgestellt. Der Entwicklung von Richtlinien für alternative Hufbearbeiter wurde in dieser Untersuchung von der gesamten Teilnehmerschaft eine sehr große Bedeutung beigemessen.

Abschließend kann festgestellt werden, dass der Verbesserungsbedarf in der gesamten Hufbearbeitungsszene sehr groß ist. Das Potenzial kann als mittelmäßig bis hoch eingeschätzt werden. Die Kombination der verschiedenen Berufsbilder stellt sich schwierig dar. Für alternative Hufbearbeiter ist die Einführung einer verpflichtenden Prüfung, welche aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht, notwendig, um die Qualität zu verbessern und ein einheitliches Level an Basiswissen und praktischen Fertigkeiten zu garantieren.


Es wird empfohlen einheitliche Standards für alle alternativen Hufbearbeiter zu entwickeln. Für die Anmeldung eines Gewerbes als Hufbearbeiter sollte eine Prüfung verpflichtend sein. Zudem muss das Netzwerk und die Kooperation verbessert werden. Praktische Kurse und theoretische Seminare für Experten und Pferdebesitzer unterstützen die Verbreitung von Wissen und die Kommunikation und sind daher als sehr wertvoll für die Verbesserung der Qualität in der Hufbearbeitung anzusehen.

 

Artikel zur Bachelorarbeit

Bachelorarbeit

Bild: Bachelorarbeit - Artikel Frau Christina Kuenen

Bild: Bachelorarbeit Frau Christina Kuenen

 

Wir im Netz